Gesund schlafen muss man sich können, gerade wenn man aktiv Sport treibt. Jedem Menschen ist mehr oder weniger bewusst, dass Geist und Körper sich während des Schlafs regenerieren. Es stellt sich jedoch die Frage, wann und wie man am besten schläft.

Sport und Schlafen

Der Schlaf fügt sich in den Tagesablauf der biologischen Aktivität des Menschen ein. Während wir tagsüber physisch aktiv sind, reproduzieren wir im Schlaf das Erlebte und Erlernte geistig und biologisch und ergänzen auf diese Weise unseren Lebensprozess im Tageszyklus. Ja, auch biologisch, denn die ganzen Wachstumshormone werden in erster Linie im Tiefschlaf aktiv und sorgen für das Wachstum der Haare, Haut und Muskelmasse. Des Weiteren baut sich unser Immunsystem während des Schlafs immer wieder auf. Die geistige Komponente der Regeneration ist jedoch genauso bedeutend: Wenn wir tagsüber aktiv etwas erlernen oder einüben, spult unser Gehirn die Vorgänge während des Schlafs wieder ab, sodass das Erlernte richtig verinnerlicht wird. Dieser Prozess wird in Fachkreisen mit dem Begriff „Replay-Theorie“ zusammengefasst. Gerade bei Sportlern, die ihre Leistung mithilfe psychomotorischer Übungen steigern, ist somit ein gesunder Schlaf unerlässlich.

Sport andererseits fördert erwiesenermaßen grundsätzlich die Qualität des Schlafs. Allerdings sollte auf einen ausgeglichenen Tagesrhythmus geachtet werden. Intensiver Sport direkt vor dem Schlafengehen hindert den Organismus am Beginn des Tiefschlafs. Vielmehr ist beispielsweise ein Spaziergang in den Abendstunden und eine anschließende Ruhephase des Körpers empfehlenswert, um mit einem ausgeglichenen Gefühl und einem beruhigten Organismus einzuschlafen. Des Weiteren steht genauso fest, dass Ausdauersportarten wie Joggen für einen besseren Schlaf sorgen, als Kraftsport. Am verheerendsten für den täglichen Schlaf und somit allgemein für die Gesundheit ist das sogenannte „Übertraining“, bei dem exzessiv Sport getrieben wird. Da der Körper sich weder tagsüber noch in der Nacht erholen kann, steigert sich grundsätzlich die Ermüdung, und die Fähigkeit des Lernens sowie die Wachstumsaktivität während des Schlafs werden minimiert.

Wie in anderen Lebensbereichen sollte auch beim Sporttreiben eine ganzheitliche Betrachtung herangezogen und in Einklang mit unserem menschlichen Organismus gebracht werden. Dazu gehört essenziell der gute Schlaf.

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