Schichtarbeitende haben oftmals Probleme, einen erholsamen Schlaf zu finden. Es ist nicht einfach, wenn gerade durch Nachtarbeit der natürliche Schlafrhythmus unterbrochen und gestört wird. Es gibt aber einige Dinge, die man für einen erholsamen Schlaf trotz Schichtarbeit tun kann.

Da der Schlaf durch die Schichtarbeit schon unregelmäßig ist, sollte man versuchen, sich für jede Schicht einen Anfang und ein Ende der Schlafenszeit festzulegen. Wenn man eine Weile regelmäßige Schlafenszeiten eingehalten hat, gewöhnt sich der Körper daran und weiß, dass nun Schlafenszeit ist.

Feste Rituale vor dem Schlafen helfen noch zusätzlich, sich auf den Schlaf vorzubereiten.

Mindestens 2 Stunden vor dem Schlafen keine Wachmacher wie Kaffee, Cola oder schwarzen Tee trinken. Ebenso Alkohol vermeiden,denn er sorgt dafür, dass der Schlaf weniger erholsam ist, zudem steigert Bier den Harndrang, so dass der Schlaf noch zusätzlich durch Toilettengänge gestört wird.

Ein voller Magen schläft auch nicht gut, deshalb die letzte größere Mahlzeit mehr als drei Stunden vor dem Schlafen zu sich nehmen. Ein kleiner Snack darf allerdings sein.
Das alte Hausmittel Milch mit Honig kann beim Einschlafen helfen, Bananen und Schokolade ebenso.

Damit die nötige Erholung sich einstellt, sollten es schon insgesamt 7 Stunden Schlaf sein, auch nach einer Nachtschicht. Wie man dazu kommt, ist individuell verschieden. Man muss ausprobieren, was am besten funktioniert. Entweder in einem durch schlafen, entweder am Vormittag oder am Nachmittag oder man teilt es sich auf, zum Beispiel vier Stunden am Vormittag und 3 Stunden nachmittags, vielleicht zwischen 17 und 20 Uhr. Die Erfahrung lehrt jedoch, je früher man sich nach der Nachtschicht hinlegt, umso länger ist die zusammenhängende Schlafenszeit.

Wenn man sich nach einem Nachtschichtblock wieder umstellen muss, sollte man nach der letzten Nachtschicht nur kurz schlafen, damit man abends dann müde ist.

Vor dem Schlafen sollte man einen Gang herunter schalten, abschalten, entspannen. Keine anregenden und aufregenden Gespräche, keine Arbeit am PC kurz vor dem Schlafen. Statt dessen Autogenes Training, ein warmes Bad, spazieren gehen, einen Kräutertee trinken, beruhigende Musik hören oder ein gutes Buch lesen.

Und zwischendurch ein Kurzschlaf. Der lässt sich gut mit einem Schlüsselbund bewerkstelligen. Den Schlüsselbund in die Hand nehmen und es sich gemütlich machen und die Augen schließen. Wenn man einschläft, entspannt sich die Handmuskulatur, der Schlüsselbund fällt zu Boden und das Geräusch macht wieder wach. Es ist nur ein Schlaf von ganz wenigen Minuten, aber er hilft oft schon dabei, sich danach wieder fitter zu fühlen.

Als Schlafzimmer sollte der ruhigste Raum gewählt werden. Gut ist, ihn noch zusätlich vor Lärm zu isolieren, durch Doppelfenster, Doppeltüren und schwere Vorhänge. Die Familienmitglieder sollte man bitten, Rücksicht zu üben und ihnen eventuell Kopfhörer zur Verfügung zu stellen, damit man nicht durch laute Musik und Fernsehgeräusche gestört wird. Außerdem noch Lärmquellen wie Türklingel oder Telefon abstellen. Wenn das alles nicht geht, Ohrstöpsel benutzen.

Den Raum möglichst gut abdunkeln und das Bett an den dunkelsten Platz im Zimmer stellen.

Dafür sorgen, dass der Raum nicht zu warm ist. Keinen Raum wählen, der der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Im Sommer eventuell eine kleine Klimaanlage benutzen, im Winter die Heizung rechtzeitig abstellen. Vor dem Schlafen lüften.

Die ausgewählten festen Schlafenszeiten mit der Familie, Freunden und Nachbarn absprechen, damit alle wissen, wann sie nicht stören sollen.