In einer Schwangerschaft kommt es recht häufig zu Schlafstörungen, welche verschiedene Ursachen haben können:

Im Anfangsstadium sind vor allem die Schwangerschaftshormone dafür verantwortlich, dass man schlecht ein – oder durchschlafen kann. Für viele Frauen sind die ersten drei Monate einer Schwangerschaft sehr anstrengend. Übelkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit verursachen ein Gefühl der Erschöpfung. Abends kann man nicht einschlafen oder wird vom häufigen Harndrang am Durchschlafen gehindert.

Das zweite Drittel einer Schwangerschaft ist sehr häufig beschwerdefrei. Die werdende Mutter fühlt sich oftmals sehr wohl. Die Schwangerschaftsbeschwerden gehen zurück, meistens auch die Schlafstörungen.

Im letzten Drittel treten recht häufig neue Schlafprobleme auf: Der wachsende Baby-Bauch verhindert sehr oft, dass man eine bequeme Schlafposition findet. Er verursacht im Liegen häufig Sodbrennen und drückt auf die Harnblase, so dass man auch des Nachts die Toilette aufsuchen muss. Hat man nun endlich wieder eine bequeme Lage zum Schlafen gefunden, beginnt das Baby zu strampeln und sich heftig zu bewegen, so dass die werdende Mutter wieder keinen Schlaf findet. Hinzu kommen viele Gedanken und auch Ängste, die einen gesunden Schlaf beeinträchtigen.

Doch es gibt einige Möglichkeiten, die auch in der Schwangerschaft helfen können, ausreichend und gut zu schlafen.

Hier die besten Tipps gegen Schlafstörungen

  1. tagsüber kurze Ruhepausen einlegen – jedoch nicht länger als 15 bis 20 Minuten, damit man den schon gestörten Schlaf – Rhythmus nicht weiter ausdehnt.
  2. Bewegung an der frischen Luft, mehrere kleinere Spaziergänge einplanen.
  3. Leichte körperliche Bewegung – zum Beispiel Schwimmen
  4. ab dem späten Nachmittag nicht mehr so viel trinken, damit in der Nacht der Harndrang zurück geht.
  5. Nach Möglichkeit keinen Koffein – wie Kaffee, Tee und Cola zu sich nehmen.
  6. Das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen gut durchlüften.
  7. Das Schlafen auf der linken Seite fördert die Durchblutung der Plazenta und versorgt somit das Baby optimal mit Sauerstoff.
  8. In seitlicher Lage ein Polster zwischen die Beine legen. Ein weiteres Polster im Rücken hilft den Körper zu stabilisieren und abzustützen.
  9. Manchmal hilft es, den Lattenrost am Fußende etwas höher zu stellen oder eine Decke / Kissen unter die Füße zu legen.
  10. Vor dem Zubettgehen ein Glas warme Milch mit Honig trinken.
  11. Massagen mit warmen, beruhigenden Ölen, wie zum Beispiel Lavendelöl.
  12. Leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen, vor allem am frühen Abend. Späte, umfangreiche Abendmahlzeiten vermeiden.
  13. Bei einer Hebamme Schwangeren Gymnastik erlernen oder Atem Übungen praktizieren.
  14. Chemische Schlafmittel vermeiden, da man durch diese Medikamente die Gesundheit des Babys schädigen kann.
  15. Ein warmes Vollbad nehmen.
  16. Man sollte keinen Schlaf erzwingen wollen – das funktioniert nicht. Besser ist es, aufzustehen, etwas herum zu gehen, vielleicht ein Buch zu lesen oder entspannende Musik zu hören.

Hebammen und Frauenärzte haben sicherlich auch noch den einen oder anderen Rat, sollten all diese Methoden nicht anschlagen. Es gibt pflanzliche Mittel wie Baldrian, Hopfen oder Bachblüten, die man unterstützend anwenden kann. Schüssler Salze und andere Globuli aus der Homöopathie können Angst, Unruhe-Zustände, Übelkeit und weitere Schwangerschaftsbeschwerden mildern. Auch Akupunktur-Behandlungen können bei Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft hilfreich sein.

Durch die Umstellung der Hormone während einer Schwangerschaft kann es zu Schlafstörungen kommen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Schwangerschaftsbeschwerden und die Schlafstörungen gut zu behandeln.

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